Schädlinge im Garten

Biologischer Pflanzenschutz


Tierische Schädlinge: Schnecken

Schneckenbekämpfung


Die Gartenwegschnecke und die Ackerschnecke sind tagsüber kaum aktiv. Erst abends, in den Morgenstunden oder nach einem schönen warmen Sommerregen sind sie zahlreich anzutreffen. Wer sich dann ein Herz fasst und die kleinen Biester absammelt, ist sehr gut dran. 

Alle eingesammelt und nun??? Wer sie einfach beim Nachbarn über den Zaun wirft, handelt mit Zitronen. Gewiss sind sie innerhalb von ein paar Stunden wieder da. Manche stecken sie in Salzwasser und manche schneiden sie in der Mitte durch. Ich kenne auch Gartenbesitzer, die sie im Wald wieder aussetzen.

Andere Gartenbesitzer tun alles, um sie erst gar nicht in ihre Gärten zu bekommen. Da werden breite Schichten aus Sägemehl, Kalk oder Kaffeesatz gestreut. Das ist gut, aber nach einem Regenguss muss man wieder ran. Ein Schneckenzaun ist gut, aber nicht ganz billig und manchmal nicht leicht anzubringen.

 

Auch Ringe, die man um die Salatpflanzen anbringt, sind nicht schlecht. Viele Gartenfreunde legen Stroh um ihre Pflanzen.

Von Bierfallen wird abgeraten, da Schnecken Bier lieben. Sie machen sich von weit her auf den Weg. Leider lassen sie sich unterwegs von Salat und Co. Aufhalten. Wenn morgens 3 Schnecken im Bier schwimmen, habt ihr Glück. Leider benehmen sich die Vögel auch etwas merkwürdig. Und das wollen wir ja nicht.

 

Schneckenkorn??? Ja das ist es. Chemie hilft schließlich immer. Okay unser Hund und die Katze leiden an Vergiftungserscheinungen und auch der Igel stirbt. Aber sonst? Die Schnecken sind ziemlich reduziert. Hmmm, nein!!!! 

 

Ich habe mich für Pflanzen entschieden, die Schnecken meiden: Kapuzinerkresse, Bienenweide, Thymian, Salbei und Rosmarin.

Und außerdem lege ich nasse Holzstücke im garten aus, da kann man die Schnecken gut ablesen, denn Schnecken lieben Feuchtigkeit und Dunkelheit, sie verstecken sich darunter.

Am besten sind die natürlichen Feinde der Schnecken: Igel, Vögel, Kröten und Spitzmäuse. 

Engerlinge, Käfer & Larven


Meine liebsten Schädlinge sind Engerlinge. Sie machen mir mein Gärtnerleben zur Hölle.

 

Erdbeerpflanzen, Heidelbeerpflanzen und sogar mein Kirschbaum sind diesen Biestern schon zum Opfer gefallen. Von Hunderten Blumen, Kartoffeln usw. mal ganz abgesehen.

Nachdem ich alles gelesen habe, was das Internet zu bieten hat, bin ich auch nicht schlauer.

Ich habe Knoblauch gepflanzt, überall im Garten verteilt. Geranien und Rittersporn gepflanzt. Alles sollte helfen, ich weiß ja nicht!!!

Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse: Sie lieben Engerlinge.

Das einzige was mir geholfen hat, war graben, graben, graben. Sie sind aber nicht weg, oh nein.

Jetzt überlege ich, ob ich im Frühjahr Netze spanne. Sie sollen helfen, die Maikäfer am legen der Eier zu hindern.

Auch Nematoden sollen helfen. Man kann sie bestellen, in die Gießkanne geben und die Erde damit begießen. Für 100 qm muss man mit 15 – 25 Euro rechnen. Das Problem: Die Nematoden gehen nur an kleine Engerlinge.

 

Tipps gegen Blattläuse


Immer wieder machen die Blattläuse dem Kleingärtner das Leben schwer. Sie setzen sich gnadenlos auf Blätter, Stengel und Blüten. Ringsherum tummeln sich die Ameisen, sie melken die Blattläuse. Genau wie wir unsere Kühe melken. Toll!!! Aber die Blattläuse wiederum ernähren sich vom Pflanzensaft. Die Pflanzen kümmern vor sich hin und sterben im schlimmsten Fall ab.

 

Also: KAMPF!!!!!!!!!!!

Wir holen uns die chemische Keule und bearbeiten unsere Bäume und Pflanzen damit. Dann schmeckt uns das Obst und Gemüse nochmal so gut.

 

NEIN!!!! Wir lieben unser Obst und uns, und deshalb probieren wir Haushaltsmittelchen.

Immer wieder gern wird benutzt:

 

Brennesseljauche: Wir suchen ca. 1 kg Brennessel und übergießen sie mit 10 l Wasser und lassen dieses einen Tag einweichen. Mit dem Sud bespritzen wir die befallenen Pflanzen.

Das ist toll, riecht aber etwas.

 

Gut ist auch: ¼ l Wasser und 3 Tropfen Lavendelöl.

 

10 Tropfen Teebaumöl auf ½ l Wasser.

 

Mein liebstes Hausmittel ist, weil ich es oft ausprobiert habe und immer mit Erfolg:

1 l Wasser, 1 Eßl. Schmierseife und 1 Eßl. Spiritius in eine Spritzflasche geben und die Pflanzen besprühen, 2 Tage später nochmal und weg sind die Plagegeister.

 

Manche Gärtner wollen aber auch Vorbeuge treffen und stecken je 1 Knoblauchzehe an die gefährdeten Pflanzen.

 

Sie können auch dezent mit Stickstoff düngen.

 

Lavendel oder Bohnenkraut pflanzen hielt auch wunderbar.

 

Am besten sind natürlich Marienkäfer. Diese kleinen Käfer sind Glücksbringer für den Gärtner. Sie haben die Plagegeister zum Fressen gern. Falls ihr nicht so viele im Garten habt, kann man die Larven auch kaufen. 30 Larven reichen für 3-4 Rosen oder einen kleinen Baum. Sie kosten ca. 10 Euro.

 

Wie immer im Leben: Wer die Wahl hat, hat die Qual!!!!!!!!!!